{"id":963,"date":"2011-01-16T18:47:30","date_gmt":"2011-01-16T17:47:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.media-deluxe.de\/blog\/?p=963"},"modified":"2016-04-20T06:19:14","modified_gmt":"2016-04-20T04:19:14","slug":"erstes-kundenprojekt-mit-joomla-1-6-realisiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.media-deluxe.de\/blog\/2011\/01\/erstes-kundenprojekt-mit-joomla-1-6-realisiert\/","title":{"rendered":"Erstes Kundenprojekt mit Joomla! 1.6 realisiert"},"content":{"rendered":"<p>Am 10. Januar erschien <a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.joomla.org\" target=\"_blank\">Joomla!<\/a> in der lange erwarteten Version 1.6, und unser Kunde wollte mit diesem CMS bereits am 15. Januar online sein. Das Timing war denkbar knapp, aber Joomla! hat uns erfreulicherweise nicht im Stich gelassen. Die Installation verlief ohne b\u00f6se \u00dcberraschungen, das User Interface zur Administration wirkte aufger\u00e4umter als bei den Vorversionen, und Joomla! hat nun auch eine gelungen einfach zu bedienende User- und Rechteverwaltung, die professionellen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt. So weit so gut. Insgesamt sind wir jedoch entt\u00e4uscht und haben das Gef\u00fchl, dass Joomla! es nicht geschafft hat, sich mit seinem gr\u00f6\u00dften Versionssprung seit drei Jahren \u00fcberzeugend in dem Spitzenfeld der Open Source CMS (beispielsweise WordPress, Drupal, TYPO3) zu positionieren. Erste Eindr\u00fccke: <!--more--><\/p>\n<h2>Keine Versionierung<\/h2>\n<p>Es fehlt Joomla! auch in der neuen Version eine Versionierung. Damit bleibt Joomla! das einzige der meistverwendeten freien CMS ohne eine Versionsverwaltung des Contents.<\/p>\n<h2>Keine ausreichende Kontrolle \u00fcber URLs<\/h2>\n<p>Aus unerfindlichen Gr\u00fcnden erlaubt Joomla! mit Bordmitteln immer noch keine befriedigende Kontrolle \u00fcber die URLs der Webseiten. Beispielsweise sind nach wie vor Unterstriche in Alias-Seitennamen nicht m\u00f6glich, der RSS-Manager war nach ersten Tests nicht dazu zu \u00fcberreden die SEO-URLs zu verwenden, und es l\u00e4sst sich die Content-Struktur nicht immer ad\u00e4quat abbilden. Auch die Google Sitemap fehlt. Schade, dass die SEO-Tools etwas vernachl\u00e4ssigt wurden und nicht bereits im Core von Joomla! befriedigend abgedeckt sind, denn Suchmaschinenoptimierung ist f\u00fcr den Erfolg einer Website unentbehrlich geworden.<\/p>\n<p>Dazu ein Beispiel: In einer Website ist eine Category &#8222;Technologie&#8220; vorgesehen, und in dieser Rubrik befindet sich zun\u00e4chst nur ein einziger Artikel (beispiel.html), dem in K\u00fcrze weitere folgen sollen. Aus SEO-Gesichtspunkten (&#8222;cool URLs don&#8217;t change&#8220;) w\u00fcrde man die URL \/technologie\/beispiel.html w\u00e4hlen. Dies zu realisieren ist uns jedoch nicht gelungen (weder per Alias noch mit dem Weblinks-Manager), ohne dass auch die (zun\u00e4chst) unn\u00f6tige und somit aus Usability-Sicht zu vermeidende Kategorien-\u00dcbersicht \/technologie\/ sichtbar gemacht w\u00fcrde. Mit anderen Worten: Solange die Rubrik \/technologie\/ im Menu-Manager nicht abgebildet wurde, erscheint die Seite beispiel.html mit der Adresse \/beispiel.html, obwohl die URL \/technologie\/beispiel.html logisch und angebracht w\u00e4re.<\/p>\n<h2>Keine Social Media Integration<\/h2>\n<p>Tagging, Blogs oder Social Bookmarks sind in der Basisversion von Joomla! 1.6 nicht vorgesehen.<\/p>\n<h2>Weiterhin nur eine Frontpage m\u00f6glich<\/h2>\n<p>Aus dem Frontpage-Konzept wurden in der Version 1.6 begrifflich die  &#8222;Featured Articles&#8220;, was zu Spekulationen Anlass gab, dass es nun  m\u00f6glich sein sollte, mehr als nur eine Frontpage (z.B. Featured Articles auf Leitseiten von Rubriken) zu definieren. Leider  mussten wir entt\u00e4uscht feststellen, dass dies wohl nicht der Fall ist,  wir fanden zumindest nicht heraus wie das gehen sollte.<\/p>\n<h2>Kein innovatives Code-Editor Konzept<\/h2>\n<p>Schade ist, dass Joomla! die Bed\u00fcrfnisse seiner Zielgruppen nicht richtig erkennt und mit \u00fcberzeugenden Strategien Marktsegmente abdeckt. Joomla! k\u00f6nnte sich von seinen schwergewichtigeren Konkurrenten TYPO3 und Drupal vor allem durch intuitive Bedienbarkeit (im Front- und Backend<sup><a href=\"#footnote1\">1<\/a><\/sup>) abgrenzen und die L\u00fccke zu WordPress schlie\u00dfen, indem man f\u00fcr Redakteure, die nicht \u00fcber HTML-Kenntnisse verf\u00fcgen, Editoren mit komfortablen Formatierungswerkzeugen bereitstellt. Dazu geh\u00f6ren sowohl die zeitgem\u00e4\u00df bequeme Einbettung von Grafiken und Bildern (inklusive vergr\u00f6\u00dferter Darstellung) als auch ausreichende M\u00f6glichkeiten zur Formatierung von Text (Definition und Zuweisung semantischer CSS-Auszeichnungen wie &#8222;Bildunterschrift&#8220;, &#8222;Fu\u00dfnote&#8220; etc). Beides wurde jedoch nicht realisiert &#8211; der Funktionsumfang des TinyMCE-Editors und die Optionen zur Medieneinbettung sind eher als durchschnittlich zu bezeichnen. Andererseits gibt es derzeit auch keine Editoren bzw. Kontrollstrukturen, die f\u00fcr Profis mit Programmierkenntnissen eine 100%ige Kontrolle \u00fcber den Content zulie\u00dfen. Alle Editoren von Joomla! eliminieren hartn\u00e4ckig eingebetteten Javascript-Code bzw. HTML-Kommentare<sup><a href=\"#footnote2\">2<\/a><\/sup>. Ohne (derzeit ohnehin noch nicht verf\u00fcgbare) Extensions sind die Editoren von Joomla! 1.6 weder f\u00fcr Programmierprofis noch f\u00fcr Redakteure ohne Programmierkenntnisse so richtig befriedigend verwendbar.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Sicher &#8211; die noch bestehenden Usability-Schw\u00e4chen im Backend sind mit etwas Mehraufwand in den Griff zu bekommen, und viele der hier beschriebenen M\u00e4ngel werden in den n\u00e4chsten Wochen durch Extensions behoben. Da Extensions jedoch ihre T\u00fccken haben (z.B. Sicherheitsprobleme, nicht gew\u00e4hrleistete Weiterentwicklung), sollten elementare Funktionalit\u00e4ten eines CMS eigentlich bereits im Core abgedeckt sein. F\u00fcr wen Versionierung, stringente Suchmaschinenoptimierung oder ein Blog zu den Must-Haves eines CMS geh\u00f6ren, der sollte genau abw\u00e4gen ob Joomla! die richtige Wahl f\u00fcr ihn darstellt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"footnote1\"><\/a>Fu\u00dfnote 1:<br \/>\nIm Backend h\u00e4tten wir uns gew\u00fcnscht, dass endlich die gleicherma\u00dfen monstr\u00f6sen wie \u00fcberfl\u00fcssigen Riesenbuttons \u00fcber Bord geworfen und stattdessen themenbasiert Deeplinks zu verschiedenen Einstellungsoptionen geboten worden w\u00e4ren, z.B.:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Einstellungen, die Editoren beeinflussen:<\/strong>\n<ul>\n<li>Site &gt; Global Configuration &gt; Site &gt; Default Editor<\/li>\n<li>Site &gt; MyProfile &gt; Editor<\/li>\n<li>Content &gt; Article Manager &gt; Options &gt; Text Filters<\/li>\n<li>Extensions &gt; Plugin-Manager &gt; Editor &#8211; TinyMCE &gt; Clean Code-Optionen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Einstellungen, die RSS-Feeds beeinflussen:<\/strong>\n<ul>\n<li>&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><a name=\"footnote2\"><\/a>Fu\u00dfnote 2:<br \/>\nOb als Bug oder als Feature war auf die Schnelle nicht zu kl\u00e4ren. Zur Realisierung unseres Kundenprojektes mussten wir jedenfalls Content direkt in der Datenbank \u00fcberarbeiten, und es gibt keinerlei M\u00f6glichkeit, diesen Code vor den Editoren zu sch\u00fctzen. Wir konnten den TinyMCE-Editor trotz Deaktivierung aller &#8222;Clean Code&#8220;-Funktionen nicht dazu \u00fcberreden, Javascript unangetastet zu lassen. Die beiden anderen Editoren (&#8222;Codemirror&#8220; und &#8222;None&#8220;) akzeptierten nach Deaktivierung der Textfilter-Funktionen zwar Javascript, l\u00f6schen aber immer noch hartn\u00e4ckig alle HTML-Kommentare.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. Januar erschien Joomla! in der lange erwarteten Version 1.6, und unser Kunde wollte mit diesem CMS bereits am 15. Januar online sein. Das Timing war denkbar knapp, aber Joomla! hat uns erfreulicherweise nicht im Stich gelassen. 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